In der Vorbereitung auf dieses Austauschjahr wurden mir einige finnische Klischees nahe gelegt und mit auf den Weg gegeben. Man merkt natürlich gewisse Unterschiede im sozialem Leben der Finnen im Vergleich zu der Mentalität der Deutschen. Dass die Finnen alle in sich gekehrt und schüchtern sind stimmt natürlich nicht, aber ein bisschen was ist da schon dran. In den ersten Tagen fällt mir da noch nicht so viel auf, weil ich immer noch viel neues erlebe und mich alle auch herzlich und freundlich empfangen haben. Als ich mich in der Schule meinen Klassenkameraden vorstelle und jeden einzeln begrüße gibt es einzelne die mit mir gleich ein Gespräch anfangen und mit denen ich mich auch schnell in den ersten Tagen anfreunde. Jedoch fällt mir nach der ersten Woche auf, dass ich eigentlich nur mit einem kleinen Teil der Klasse gut befreundet bin und alle anderen gar nicht kenne und auch noch kein Wort mit ihnen gewechselt habe. In den Pausen sitzen viele von denen im Schulhaus rum und schauen auf ihre Handys und selbst wenn sie in einer Gruppe zusammensitzen wird nicht viel oder gar nicht geredet. Es ist deshalb auch viel ruhiger in den Pausen und im Unterricht, als ich es gewöhnt bin. Zum Glück habe ich mit meinem neuem Freundeskreis immer was zu reden und was zu tun in den Pausen. Deswegen glaube ich, dass dieses Klischee nur auf einen Teil der Finnen zutrifft, aber ich bemerke es und versuche damit klar zu kommen.
Dass alle Finnen emotionslos und in sich gekehrt sein sollen, konnte ich den ersten Tagen überhaupt nicht erkennen, da ich von herzlichen Begrüßungen umgeben war. Was mir im Vergleich zu Deutschland auffällt, ist, dass die Finnen nicht so viel Wert auf Begrüßungen, Verabschiedungen und Small-talk legen. Wenn man auf Bekannte oder Freunde trifft, wie z.B. in der Schule, begrüßt man sich mit einem einfachen Hallo und gesellt sich zu seinen Freundeskreis. Einen Handschlag oder ein nettes "wie gehts?" erlebt man selten und es dauert ein bisschen bis man ins Gespräch kommt. Schlimm finde ich das nicht, aber man muss sich erstmal daran gewöhnen und nach einer Weile ist das auch kein großes Problem mehr.
Das selbe gilt auch für Geburtstage, Besuche oder Feste. An Geburtstagen wird gratuliert und natürlich auch Geschenke überreicht, aber manchmal ohne große Glückwünsche und gefeiert wird dann meistens auch nicht so groß oder gar nicht. Das ist natürlich nichts schlimmes, aber ist erstmal ungewohnt und wirkt auf den ersten Blick als ob es nicht von Herzen kommt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ich habe den Eindruck, dass alle mit einen unglaublichen respektvollen und freundlichen Umgang miteinander umgehen und nur die Art und Weise wie sie ihre Herzlichkeit ausdrücken anders ist, als ich es gewöhnt bin. Mir fällt das vor allem bei dem Gebrauch des Wortes "kiitos" (danke), welches die Finnen gar nicht oft genug sagen können. Bei jeder Kleinigkeit wird sich höflich bedankt, vor und nach dem Essen, wenn man seine Hilfe anbietet und manchmal wird sich sogar nach dem bedanken bedankt.
In manchen Gesprächen herrscht ab und zu einfach mal stille, was zuerst wie ein peinliches Schweigen wirkt, für die Finnen aber eine angenehme Ruhe ist.
Alles in allem komme ich mit dieser Art von sozialem Umgang sehr gut zurecht und manchmal gefällt es mir sogar ein bisschen besser als ich es vorher kannte.
Mittwoch, 27. August 2014
Mittwoch, 20. August 2014
Erlebnisse der ersten Wochen
| Pori´s Boys Choir in Pori |
Yyteri |
Lauri und seine Freundin werden in den nächsten Tagen Eltern werden, weshalb die ganze Familie schon ziemlich aufgeregt ist und wir uns auch öfters treffen. Ich freue mich sehr, dass ich Teil dieses Erlebnis werden darf und somit eine neue aufregende Zeit für die Familie und mich beginnt.
Dienstag, 19. August 2014
Die erste Schulwoche
Die Schule hat bereits Montag begonnen, ich stoße allerdings erst Dienstag hinzu, da der Direktor und ich noch meinen Schulplan ausarbeiten müssen. Das Schulgebäude ist keine 5 Minuten von meinem Wohnort entfernt und deshalb kann ich mit dem Fahrrad jeden Morgen in die Schule fahren.
Um einen Einblick in finnische Schulen zu geben, versuch ich jetzt mal ein wenig das Schulsystem zu erklären:
Das Schulsystem in ganz Finnland ist einheitlich und hat den Ruf eines der besten der Welt zu sein. Ich gehe auf die "Lukio" welches wie eine Schule für die Oberstufe ist. Es gibt drei Klassenstufen, die unserer 11., 12. und 13. Klassenstufe entsprechen. In meiner Schule gibt es pro Klassenstufe nur eine Klasse die aus ca. 30 Schülern besteht. Der Unterricht findet aber meistens nur mit Teilen der Klasse statt, da die meisten Kurse Wahlkurse sind. Das Jahr ist eingeteilt in 5 Perioden, die jeder ein einzelner Abschnitt des Schuljahres sind. Man kann in jeder Periode neue Kurse einwählen und am Ende jeder Periode (ca. 6 Wochen) steht eine Prüfungswoche an, in der man in jedem Kurs, den man belegt hat eine Prüfung ablegt. In einer Periode belegt man durchnittlich 5-6 Fächer und hat damit nicht allzu viele Fächer, auf die man sich konzentrieren muss. Ich habe für diese Periode Mathe, Physik, Englisch, Sozialkunde, Religion und Sport gewählt.
Ich habe meine Kurse in der 1. und 2. Klasse, um mich jeweils an mein Niveau anzupassen. Die Unterrichtsstunden dauern 75 min gefolgt von einer 15 minütigen Pause. Das Schulessen hier ist für jeden umsonst und man hat sogar eine ganz gute Auswahl und das wichtigste und nicht gerade selbstverständlichste: es schmeckt. Manche Kurse sind nur in finnisch, was es schwierig macht sich die ganze Zeit zu konzentrieren und dem Unterricht zu folgen. Trotzdem lerne ich was, da in Fächern wie Mathe eine internationale Sprache herrscht. Ich habe 3 mal Sportunterricht in der Woche, was mich natürlich sehr freut und mir auch gut gefällt. Der Sportunterricht findet in einem Sportareal statt, welches aus einer neuen Turnhalle, einer neuen Schwimmhalle, einem Fußballplatz, 3 Tennisplätzen, einem Baseballfeld und einer Ice-Hockey-Halle besteht. Alle Sportstätten werden zum Unterricht genutzt und sind eine tolle Abwechslung. Fußball ist hier populärer als ich gedacht hätte und die Finnen spielen auch ziemlich gut (vor allem die Frauen). Nationalsportart ist und bleibt aber Ice-Hockey und finnisches Baseball.
Ich bin überraschend gut in der Schule angekommen und hab mich mit vielen Jungs und Mädchen meines alters auch schon anfreunden können und somit die erste Hürde gemeistert. Trotzdem gibt es viele die mich natürlich kennen, da ich der neue bin, mich aber nicht ansprechen, weil sie schlicht und einfach zu schüchtern und zurückhaltend sind, auch wenn man selbst die Initiative ergreift. Ich versuche die ganze Zeit offen zu sein und das kommt gut bei meinen Klassenkameraden und den Lehrern an, deswegen verlaufen die ersten Tage gut und das finnische Schulsystem gefällt mir sehr gut.
Um einen Einblick in finnische Schulen zu geben, versuch ich jetzt mal ein wenig das Schulsystem zu erklären:
Das Schulsystem in ganz Finnland ist einheitlich und hat den Ruf eines der besten der Welt zu sein. Ich gehe auf die "Lukio" welches wie eine Schule für die Oberstufe ist. Es gibt drei Klassenstufen, die unserer 11., 12. und 13. Klassenstufe entsprechen. In meiner Schule gibt es pro Klassenstufe nur eine Klasse die aus ca. 30 Schülern besteht. Der Unterricht findet aber meistens nur mit Teilen der Klasse statt, da die meisten Kurse Wahlkurse sind. Das Jahr ist eingeteilt in 5 Perioden, die jeder ein einzelner Abschnitt des Schuljahres sind. Man kann in jeder Periode neue Kurse einwählen und am Ende jeder Periode (ca. 6 Wochen) steht eine Prüfungswoche an, in der man in jedem Kurs, den man belegt hat eine Prüfung ablegt. In einer Periode belegt man durchnittlich 5-6 Fächer und hat damit nicht allzu viele Fächer, auf die man sich konzentrieren muss. Ich habe für diese Periode Mathe, Physik, Englisch, Sozialkunde, Religion und Sport gewählt.
Ich habe meine Kurse in der 1. und 2. Klasse, um mich jeweils an mein Niveau anzupassen. Die Unterrichtsstunden dauern 75 min gefolgt von einer 15 minütigen Pause. Das Schulessen hier ist für jeden umsonst und man hat sogar eine ganz gute Auswahl und das wichtigste und nicht gerade selbstverständlichste: es schmeckt. Manche Kurse sind nur in finnisch, was es schwierig macht sich die ganze Zeit zu konzentrieren und dem Unterricht zu folgen. Trotzdem lerne ich was, da in Fächern wie Mathe eine internationale Sprache herrscht. Ich habe 3 mal Sportunterricht in der Woche, was mich natürlich sehr freut und mir auch gut gefällt. Der Sportunterricht findet in einem Sportareal statt, welches aus einer neuen Turnhalle, einer neuen Schwimmhalle, einem Fußballplatz, 3 Tennisplätzen, einem Baseballfeld und einer Ice-Hockey-Halle besteht. Alle Sportstätten werden zum Unterricht genutzt und sind eine tolle Abwechslung. Fußball ist hier populärer als ich gedacht hätte und die Finnen spielen auch ziemlich gut (vor allem die Frauen). Nationalsportart ist und bleibt aber Ice-Hockey und finnisches Baseball.
Ich bin überraschend gut in der Schule angekommen und hab mich mit vielen Jungs und Mädchen meines alters auch schon anfreunden können und somit die erste Hürde gemeistert. Trotzdem gibt es viele die mich natürlich kennen, da ich der neue bin, mich aber nicht ansprechen, weil sie schlicht und einfach zu schüchtern und zurückhaltend sind, auch wenn man selbst die Initiative ergreift. Ich versuche die ganze Zeit offen zu sein und das kommt gut bei meinen Klassenkameraden und den Lehrern an, deswegen verlaufen die ersten Tage gut und das finnische Schulsystem gefällt mir sehr gut.
Sonntag, 17. August 2014
Die ersten Tage in der Gastfamilie
Olli, mein Gastbruder, wird am 12.8. Finnland verlassen und 1 Jahr als Austauschschüler in Deutschland nah bei Köln verbringen. Das macht die nächsten drei Tage natürlich interessant, weil wir uns gegenseitig sehr gut ergänzen können und noch offene Fragen uns gegenseitig beantworten können. Außerdem kann ich ihn auf in seinen letzten Tagen begleiten und er kann mir helfen in Harjavalta anzukommen und die ersten Hürden zu überstehen. Manche seiner Freunde aus der Klasse kommen vorbei um ihn zu verabschieden und ich kann gleich neue Freundschaften mit meinen neuen Klassenkameraden schließen und bin somit schon bekannt, bevor der erste Schultag überhaupt begonnen hat. Meine Gastfamilie hat 5 Kinder, 3 davon sind schon vor längerer Zeit ausgezogen und 2 von ihnen kommen uns besuchen um Olli an seinem letzten Tag zu verabschieden. Ich lerne in den nächsten Tagen viele Bekannte und verwandte meiner Gastfamilie kennen, da einige zum Essen uns besuchen. In so einer kleinen Stadt wie Harjavalta sprechen sich auch kleine Dinge schnell rum, deswegen haben schon einige gehört, dass jemand neues in der Stadt ist.
Dienstag Vormittag verlässt uns dann Olli und ich hoffe, dass wir uns nächstes Jahr in Finnland oder Deutschland mal begegnen, da er mir sehr sympatisch war und wir uns sicherlich viel zu erzählen haben.
Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl und ich kann mich wirklich glücklich schätzen, an diesem Ort gelanden zu sein.
Donnerstag, 14. August 2014
Day 6
Perjantai, 8. elokuuta
Der letzte Tag des Camps ist angebrochen und ich verbringe noch ein letztes Mal ein wenig Zeit an dem wunderschönen See hier.
Am Abend findet die "Cozy night" statt, bei dem sich fast jedes Land durch ein speziell für ihr Heimatland typisches Programm noch einmal präsentiert, für Lacher sorgt und sich verabschiedet. Der Abend ist gespickt durch südamerikanische Tanzspiele und lustige, traditionelle Tänze der Asiaten. Wir verabschieden uns von unseren Lehrern und sind nun fertig vorbereitet um am Samstag von unseren Gastfamilien empfangen und abgeholt zu werden.

Der letzte Tag des Camps ist angebrochen und ich verbringe noch ein letztes Mal ein wenig Zeit an dem wunderschönen See hier.
Day 5
Torstai, 7. elokuuta
Für heute ist ein Besuch der drittgrößten Stadt Finnlands geplant. Wir fahren mit 3 Bussen in die nicht allzu weit entfernte Stadt Tampere. Tampere hat 210.000 Einwohner, gute Universitäten und eine tolle Innenstadt.
Wir erreichen den höchsten Punkt von Tampere von dem man die beeindruckende Landschaft erblicken kann. Es ist sehr windig und ein wenig regnerisch, deswegen gehen wir in die Einkaufsläden, welche sich in der Innenstadt befinden. Wir essen ein bisschen in dem finnischen Fastfoodladen Hesburger, welcher sich meines Erachtens nicht zu allen anderen Fastfoodläden unterscheidet (die Finnen bevorzugen aber Hesburger). Wieder zurück in Karkku kann ich mich in der Sauna entspannen und die Erlebnisse des Tages sacken lassen.


Für heute ist ein Besuch der drittgrößten Stadt Finnlands geplant. Wir fahren mit 3 Bussen in die nicht allzu weit entfernte Stadt Tampere. Tampere hat 210.000 Einwohner, gute Universitäten und eine tolle Innenstadt.
Wir erreichen den höchsten Punkt von Tampere von dem man die beeindruckende Landschaft erblicken kann. Es ist sehr windig und ein wenig regnerisch, deswegen gehen wir in die Einkaufsläden, welche sich in der Innenstadt befinden. Wir essen ein bisschen in dem finnischen Fastfoodladen Hesburger, welcher sich meines Erachtens nicht zu allen anderen Fastfoodläden unterscheidet (die Finnen bevorzugen aber Hesburger). Wieder zurück in Karkku kann ich mich in der Sauna entspannen und die Erlebnisse des Tages sacken lassen.
Day 4
Keskiviikko, 6. elokuuta
Ich bin nun sehr gut an die ganze Anlage gewöhnt und kann mit den Leuten hier umgehen, als kenne ich sie schon sehr lang. Die Finnisch-Stunden zahlen sich langsam aus, denn ich fühle mich jetzt immer mehr an der finnischen Sprache interessiert. Heute ist ein großes Gruppenfoto in Aussicht, deswegen versammeln wir uns alle mit unseren Nationalflaggen und machen etliche Fotos in kleinen nationalen Gruppen und eine Gesamtaufnahme aller Austauschschüler, die dieses Jahr in Finnland verbringen. Manch einer stimmt nationale Gesänge an, was das ganze unglaublich interessant und spannend macht.
Am Nachmittag machen wir einen kleinen Ausflug zur heimischen Kirche, welche wie viele Kirchen Finnlands eine evangelisch-lutherische Kirche ist.
Der Tag endet wie gewohnt mit einem kurzem Besuch im See.
Ich bin nun sehr gut an die ganze Anlage gewöhnt und kann mit den Leuten hier umgehen, als kenne ich sie schon sehr lang. Die Finnisch-Stunden zahlen sich langsam aus, denn ich fühle mich jetzt immer mehr an der finnischen Sprache interessiert. Heute ist ein großes Gruppenfoto in Aussicht, deswegen versammeln wir uns alle mit unseren Nationalflaggen und machen etliche Fotos in kleinen nationalen Gruppen und eine Gesamtaufnahme aller Austauschschüler, die dieses Jahr in Finnland verbringen. Manch einer stimmt nationale Gesänge an, was das ganze unglaublich interessant und spannend macht.
Am Nachmittag machen wir einen kleinen Ausflug zur heimischen Kirche, welche wie viele Kirchen Finnlands eine evangelisch-lutherische Kirche ist.
Der Tag endet wie gewohnt mit einem kurzem Besuch im See.
Dienstag, 12. August 2014
Day 3
Tiistai, 5. elokuuta
Das Wetter ist unfassbar gut, deswegen ist der Unterricht anstrengender, dafür die Freizeit umso schöner. Wir verstehen uns jeden Tag etwas besser und ich habe mich mit sehr vielen sehr gut angefreundet. Bei solch schönem Wetter gehen wir natürlich oft baden und spielen viele Ballsportarten. Wir organisieren ein kleines Fußballspiel, welches ein tolles Erlebnis für alle ist, da so eine internationale Vielfalt herrscht, sodass tolle Teams zustande kommen. Von einem Deutschen wird natürlich viel erwartet, wenns um Fußball geht, deswegen bin ich froh, dass ich mal ein Tor schieß. Die Kommunikation bei diesem Spiel ist sehr lustig, da jeder versucht auf Englisch sich zu verständigen, aber manchmal jeder was in seiner Sprache ruft, deswegen ist es anfangs ein lustiges Durcheinander.
Ein kleines Highlight ist der Besuch des Weihnachtsmann, der uns ein bisschen auf die finnische Kultur einstimmen soll und für große Freude und lustige Stimmung sorgt.
Die Sauna ist sehr entspannend und ist eine tolle Entspannung bevor es ins Bett geht.


Das Wetter ist unfassbar gut, deswegen ist der Unterricht anstrengender, dafür die Freizeit umso schöner. Wir verstehen uns jeden Tag etwas besser und ich habe mich mit sehr vielen sehr gut angefreundet. Bei solch schönem Wetter gehen wir natürlich oft baden und spielen viele Ballsportarten. Wir organisieren ein kleines Fußballspiel, welches ein tolles Erlebnis für alle ist, da so eine internationale Vielfalt herrscht, sodass tolle Teams zustande kommen. Von einem Deutschen wird natürlich viel erwartet, wenns um Fußball geht, deswegen bin ich froh, dass ich mal ein Tor schieß. Die Kommunikation bei diesem Spiel ist sehr lustig, da jeder versucht auf Englisch sich zu verständigen, aber manchmal jeder was in seiner Sprache ruft, deswegen ist es anfangs ein lustiges Durcheinander.
Ein kleines Highlight ist der Besuch des Weihnachtsmann, der uns ein bisschen auf die finnische Kultur einstimmen soll und für große Freude und lustige Stimmung sorgt.
Die Sauna ist sehr entspannend und ist eine tolle Entspannung bevor es ins Bett geht.
Montag, 11. August 2014
Day 2
Maanantai, 4. elokuuta
Wir werden früh geweckt, was vor allem mich stört, denn ich habe weniger als 2 Stunden geschlafen und bin deshalb erstmal sehr müde. Ich bin allerdings nach einiger Zeit topfit, weil die Aufregung überwiegt und ich realisiere, wo ich bin und was mir bevorsteht.
Wir gehen gemeinsam zum Frühstück, bei dem ich zum ersten Mal allen anderen Austauschschülern begegne. Es folgt eine Informationsrunde in der großen Halle, bei der wir willkommen geheißen werden.
Nach dem wir in unser Programm eingeweiht wurden beginnen die Finnisch-Stunden. Ich bin in einer Gruppe mit all den anderen Deutschen mit denen ich die ersten Erfahrungen austauschen kann. Unser Lehrer ist eine sehr nette junge Finnin, die vor 2 Jahren als Austauschschüler in Deutschland war.
Der weitere Ablauf des Tages ist geprägt durch Unterricht und Essen, welches mir beides ganz gut gefällt.
Die Jugendherberge bietet viele Möglichkeiten von Pausenaktivitäten. Wir sind nur 100 m entfernt von einem wunderbaren, typischen, finnischen See, indem wir natürlich baden gehen, weil es hier über 30 Grad sind (viel besser als in Deutschland). Außerdem gibt es ein Hockey-, Volleyball- und Fußballfeld, welche ich in der Woche sehr oft besuche. Das Highlight aber ist die finnische Sauna, welche direkt am See liegt. Ich bin begeistert von der finnischen Art in die Sauna zu gehen und die Meinung teilen viele mit mir, deswegen ist die Sauna immer gut besucht, genauso wie der See.
Die Sonne geht langsam unter und ich bin sehr müde von den vielen neuen Dingen, die ich gelernt habe, dem Sport und der Sauna, die mir wirklich gut tut. Ich habe viele neue Freunde gefunden aus aller Welt, mit denen ich mich sehr gut verstehe. In unserem Haus (die Jugendherberge besteht aus mehreren Häusern) wohnen viele verrückte Franzosen und ein paar Amerikaner und Brasilianer. Ich freunde mich schnell mit den Franzosen an, welche gerne dazu neigen verrückte Dinge zu tun. Es ist sehr lustig mit ihnen und ich werde viel Spaß mit ihnen haben.
Der erste Tag geht zu Ende und ich kann mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen.
Sonntag, 10. August 2014
Day 1
Ich sitze nun im Flieger, welcher in wenigen Sekunden Berlin verlassen wird und mit mir die Reise nach Finnland antreten wird. Nach einiger ungeplanter Wartezeit am Flughafen Berlin-Tegel und vielen schwierigen und letzten Verabschiedungen von Freunden und vor allem von Familie, lasse ich nun alles hinter mir und schlage den Weg nach Finnland ein. Dieser Moment bleibt mir in Erinnerung, weil ich jetzt zum ersten Mal in meinem Leben allein bin und dieses Gefühl mich umfängt.
Der Flug verläuft, abgesehn von der Wartezeit, problemlos ab und ich habe Glück, dass ich ein Platz am Fenster hab, denn so kann ich noch einen letztes Mal Berlin und Deutschland erblicken. Viel schöner jedoch ist die Ankunft in Finnland. Ich schaue auf das weite Meer, als ich plötzlich eine winzig kleine Insel erkenne. Dann noch eine, zwei und immer mehr, bis plötzlich eine unzählbare Anzahl an großen und kleinen Inseln vor mir auftaucht. Der Anblick bleibt für einen Moment, bis wir das Festland erreichen und die vielen großen Seen, umgeben von Wäldern, zu sehen sind. Dieser Kontrast von Land und Wasser ist ein toller Anblick und macht mich froh hier zu sein.
Wir landen in Helsinki und steigen aus und ich treffe Jannika, eine deutsche Austauschschülerin, die mit mir im Flieger saß und das gleiche Ziel wie ich hat. Wir brauchen eine Weile um uns zu orientieren und unsere Koffer zu finden. Beim Verlassen des Flughafens suchen wir nach Leuten, die auf uns warten, doch wir finden zuerst niemanden. Nach einer Stunde des Wartens und einiger Telefonate, treffen wir endlich zwei Damen von Rotary, die uns auch suchten. Sie warten an einem Ort mit 30 anderen Austauschschülern die uns herzlich empfangen. Wir warten am Flughafen noch 2 Stunden auf die letzten Ankömmlinge und verlassen nun mitten in der Nacht 1:30 Helsinki. Wir fahren in ein Camp für alle 120 Austauschschüler aus aller Welt, die ihr Jahr in Finnland verbringen werden und mit denen wir unsere erste Woche erleben werden.
4 Uhr erreichen wir Karkku und nachdem wir in die Jugendherberge eingecheckt haben und unser Gepäck in unseren Häusern ist, ist es um 5 und die Sonne fängt an aufzugehen. Ich wecke unweigerlich meinen deutschen Zimmerkameraden auf, der schon früher angekommen ist und mit mir einer von 7 Deutschen hier ist (zusätzlich einem coolen Österreicher). Ein aufregender Tag/Nacht geht zu Ende und ich versuche noch 2 Stunden zu schlafen, denn wir müssen um 8 beim Frühstück erscheinen.
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